2026-09-11 –, FAU-Lokal Language: Deutsch
Skizzen der Transformation
Neben der sozialdemokratischen und kommunistischen Bewegung gab es in Deutschland auch Organisationen, die dem Anarcho-Syndikalismus angehörten. Was war der Anarcho-Syndikalismus und wie drückte er sich aus? 28 Protagonistinnen im Buch „Anarcho-Syndikalistinnen. Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus“ (Verlag Edition AV, 2025) führen in die Vielfalt anarchosyndikalistischer Betätigungsfelder ein. Sie kamen aus 17 verschiedenen deutschen Städten und wirkten von 1898 bis in die 1950er Jahre. 28 biographisch konzipierte Kapitel lassen ein vielfältiges Panorama des deutschsprachigen Anarcho-Syndikalismus entstehen. Darunter waren auch mehrere Genossinnen aus Leipzig und zwei in Dresden:
Aimée Köster (1869-1951), gab die Zeitung „Die schaffende Frau“ heraus und engagierte sich mit anderen im Syndikalistischen Frauenbund.
Martha Ueckert-Reede (1903-1978), betätigte sich als Anarcho-Syndikalistin im DDR-Untergrund.
Helge Döhring, geb. 1972, Historiker und Literaturwissenschaftler, lebt in Bremen. Buchveröffentlichungen zur syndikalistischen und anarchistischen Arbeiterbewegung: „Syndikalismus in Deutschland 1914-1918“ (2013), zum „Anarcho-Syndikalismus in Deutschland 1933-1945“ (2013) und „Organisierter Anarchismus in Deutschland von 1918 bis 1933“ (drei Bände, 2018-2020), sowie zur „Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend Deutschlands“ (2011), zu den „Schwarzen Scharen“ (2011); kommentierte Bibliographie zur syndikalistischen Presse in Deutschland (2010). Regionalstudien zum Syndikalismus für Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Ostpreußen, Schlesien und Schleswig-Holstein. Verfasser des Buches „Anarcho-Syndikalismus. Einführung in die Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung“ (2017) sowie "Anarcho-Syndikalistinnen. Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus". Mitarbeiter und Mitbegründer des Instituts für Syndikalismusforschung. www.syfo.info